***English below***
Liebes Tagebuch
Ich sitze in meiner Lieblingsbar um die Ecke. Bar Bukowski. Jede:r sollte bei Gelegenheit mal hierherkommen. Sie ist nicht ultra besonders, aber irgendwie ist der Vibe hier echt nice.
Die Bar befindet sich direkt an einer Kreuzung. Total ungemütlich, wenn man’s genau nimmt. Und trotzdem stört das überhaupt nicht. Ich bin mir sicher, dass alle, die vorbeifahren, denken: „Au ja, das wär’s jetzt!“ So geht’s mir auf jeden Fall jedes Mal. Also… täglich. Weil ich da immer vorbeifahre.
Ich habe den besten Platz erwischt. Ganz aussen, dort, wo die Abendsonne nochmal hinscheint und alles ein bisschen schöner und wärmer werden lässt. Yay.
Ich sitze hier mit meinem Tagebuch, meinem Buch, meinem MacBook (einfach 3x “Buch”), meiner Musik und meinem alkoholfreien Bier (schliesslich will ich die Gains vom heutigen Training nicht zerstören. Hätte ich einen Personal Coach, wäre dieser stolz auf mich). Langsam steige ich ins Wochenend-Feeling ein.
Neben mir sind die Tische voll mit Gruppen, Freunden, Dates, Menschen, die sich unterhalten und lachen. Es kommt jedes Mal ein bisschen Neid auf das Geplapper und Gelächter auf. Da verschwinde ich ein bisschen in einer Nebenrolle. Mit der passenden Musik auf den Ohren bin ich in meiner eigenen Welt und habe das Gefühl, ein bisschen unsichtbar zu sein.
Ich beschäftige mich mit Schreiben. Ein bisschen mit Insta. Ein bisschen mit offenen Nachrichten. Und den Rest beobachte ich einfach.
Es ist ein gutes Gefühl, hier zu sein. Am Leben teilzunehmen. Gleichzeitig kostet es mich jedes Mal etwas Überwindung, loszulaufen und mich alleine hin zu setzen. Dort, wo das soziale Treiben stattfindet. Wo man alleine immer ein bisschen Aussenseiter:in ist.
Die Alternative wären meine vier Wände zu Hause. Ohne Sonne. Ohne Bierchen an der frischen Luft. Ohne das Treiben, das ich beobachten kann.
Das hier fühlt sich nach mehr Leben an.
Und nach einer Weile gehe ich zufrieden und mit einer inneren Ruhe nach Hause.
Ich komme wieder.
Bar Bukowski. Das Ende meiner Comfortzone.

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About comfort zones
Dear Diary
I’m sitting in my favorite bar just round the corner. Bar Bukowski. Everyone should pop in here if they get the chance. There’s nothing really special about it, but somehow the vibe here is totally nice.
The bar is right on a crossroads. Totally uncomfortable, if you think about it. And yet it doesn’t bother me at all. I’m sure everyone who drives past thinks: “Oh yes, this. Right now!” Well, that’s how I feel every single time. So… every day. Because I always drive past there.
I’ve got the best spot. Right at the edge, where the evening sun reaches the tables and makes everything a bit nicer and warmer. Yay.
I’m sitting here with my diary, my book, my MacBook, my music and my non-alcoholic beer (after all, I don’t want to ruin the gains from today’s workout. My personal coach would be proud. If I’d had one) and I’m slowly getting into the weekend mood.
Next to me, the tables are full of groups, friends, couples on dates – people chatting and laughing. I can’t help but feel a touch of envy at all the chatter and laughter. It makes me fade into the background a bit. With the right music in my ears, I’m in my own world and feel a bit invisible.
I keep myself busy writing. A bit on Insta. A bit on open messages. And the rest I just observe.
It feels good to be here. To be part of life. At the same time, it takes a bit of effort every time to go out and sit here on my own. Right where the social buzz is happening. Where, on your own, you’re always a bit of an outsider.
The alternative would be the four walls of my home. Without sunshine. Without a beer in the fresh air. Without the hustle and bustle that I can watch.
This feels like more life.
And after a while, I go home feeling content and calm. More at one with myself.
I’ll be back.
Bar Bukowski. The edge of my comfort zone.
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