01.07.2026 – 4 months!

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***English below***

Liebes Tagebuch

Es ist mal wieder Zeit für einen Jubiläumspost!

Mein Paps würde an dieser Stelle genüsslich sagen:

“Es isch chuum zum glaube, aber wohr,
d’Simi isch in Amsterdam scho sitteme Drittel Joor.”

Und recht hätte er. Seit einem Drittel Jahr bin ich nun hier.

Und ausgerechnet jetzt ist etwas passiert, das es hier so noch nie gegeben hat.

Code Red.

Zum ersten Mal in der Geschichte der Niederlande wurde aufgrund der Hitze der Code Red ausgerufen. Das bedeutet: Schulen und Kitas bleiben geschlossen, gewisse Berufe werden nicht ausgeübt und die Regierung bittet die Menschen, das Haus nur zu verlassen, wenn es ABSOLUT NOTWENDIG ist.

Ich musste darüber ja ehrlich gesagt ein bisschen lachen. Ich fand das schon ein bizzeli übertrieben. Aber hey… who am I to judge.

Auf jeden Fall habe ich das Haus verlassen und Freunde getroffen. Weil das ABSOLUT NOTWENDIG war.

Und die Strassen, Parks, Terrassen und Bars waren pumpevoll. Offenbar waren wir nicht die Einzigen, die den Code Red ignoriert haben. Die Hitze wurde zwar unterschiedlich gut vertragen, die Stimmung aber ganz offensichtlich von allen genossen.

Ich persönlich mag diese Temperaturen eigentlich nicht besonders. Ausser ich liege mit einem Schirmchendrink am Pool oder am Meer. Dann können wir gerne nochmals darüber reden.

Was ich dafür unglaublich liebe, sind diese langen Sommernächte, bei denen ich mir wünsche, sie würden nie zu Ende gehen.

Und etwas vom Schönsten an diesen Sommernächten sind für mich die Fahrten auf meinem Fahrrad. Ich habe Das Leben ist schön von LEA oder feelslikeimfallinginlove von Coldplay auf den Ohren, die Sonnenbrille auf der Nase und den Wind in den Haaren, der mir mein 3-Gang-Damenvelo beschert.

Dann fahre ich gemütlich durch die schmalen Gassen Amsterdams, durch grüne Parks, über Brücken, vorbei an Cafés, Bars und Flüssen. Ich sauge den Charme dieser Stadt auf, mit ihren Backsteinhäusern, den unzähligen Grachten und den kleinen Lichtern, die am Abend langsam überall angehen.

In genau diesen Momenten fühle ich mich frei. Alles fühlt sich für einen Moment etwas leichter an. Und ich fühle mich, als wäre ich hier in den Ferien.

Den Menschen scheint es ähnlich zu gehen. Tische und Stühle werden nach draussen getragen und bis spät in die Nacht sitzt man zusammen vor den Häusern, auf Decken im Park oder mit einem Aperol Spritz vor einer Bar.

Und plötzlich verwandelt dieser Sommer-Vibe diese pulsierende Weltstadt in ein nostalgisches Zuhause, wie es sich wohl alle Städteliebhaber wünschen.

Amsterdam ist und bleibt meine erste Wahlheimat. Bunt, verrückt, aussergewöhnlich, charmant und garantiert nie langweilig.

Danke für vier Monate, Amsterdam. Danke für die Momente, in denen sich der Alltag ein bisschen wie Ferien angefühlt hat.

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4 months!

Dear Diary

It’s time for another anniversary post!

I’ve been here for a third of a year now.

And just now, of all times, something has happened that’s never happened here before.

Code Red.

For the first time in the history of the Netherlands, a Code Red has been declared due to the heat. This means: schools and childcare facilities remain closed, certain professions are not operating, and the government is asking people to only leave the house if it is ABSOLUTELY NECESSARY.

To be honest, I had to have a bit of a laugh about it. I thought it was a bit of an overreaction. But hey… who am I to judge.

In any case, I did leave the house and met up with friends. Because it was ABSOLUTELY NECESSARY. 

And the streets, parks, terraces and bars were absolutely packed. Apparently, we weren’t the only ones who ignored the Code Red. It was incredibly hot, but everyone seemed to be enjoying the atmosphere.

Personally, I don’t really like these temperatures that much. Unless I’m lying by the pool or the ocean with a cocktail in my hand. Then we can happily talk about it again.

What I do love, though, are those long summer nights that I wish would never end.

And for me, one of the best things about these summer nights is cycling through the city. I’ve got Das Leben ist schön by LEA or feelslikeimfallinginlove by Coldplay playing in my ears, sunglasses on my nose, and the wind in my hair as I ride my trusty 3-speed bike.

I cycle through Amsterdam’s narrow streets, past green parks, over bridges, and alongside canals, cafés and bars. I soak up the charm of this city, its brick houses, countless canals, and the little lights that slowly begin to glow as evening falls.

It’s moments like these that make me feel free. Everything feels just a little lighter for a while. It’s almost as if I’m on holiday.

It seems like everyone else feels the same way. Tables and chairs are carried outside, and people stay out late into the night, sitting in front of their homes, on blankets in the park, or with an Aperol Spritz outside a bar.

And somehow, this summer vibe transforms this vibrant city into the kind of place every city lover dreams of calling home.

Amsterdam is, and always will be, the city I chose to call home. Colourful, crazy, extraordinary, charming, and never, ever boring.

Thank you for four months, Amsterdam. Thank you for all those moments when everyday life felt just a little like a holiday.

Comments

2 responses to “01.07.2026 – 4 months!”

  1. Thomas Avatar
    Thomas

    Frei von jeder Schadenfreude, sondern mit echtem Mitleid: Hat das Aus bei der WM auch zu einer Abkühlung geführt?

    1. simster Avatar

      Mmmh, ein bisschen vielleicht. Ist schon sehr schade. Aber ja, was will man machen… ☺️

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